Ein erfolgreicher Start

20. August

Müde, aber neugierig und gespannt auf den Tag. Um 8:00 Uhr stehen wir auf. Schlafen konnte ich gut, aber vielleicht etwas zu wenig. Der erste komplette Tag in Phnom Penh beginnt mit einem sehr leckeren Frühstück in einem kleinen Restaurant ganz in der Nähe unseres Apartments. Auf der Straße und vom Verkehr überfordert (hier gibt es wirklich gar keinen Bürgersteig), laufen wir dann in der knallenden Morgensonne zu unserem Seminarraum. Eine Art Massagesalon, der auch Yogakurse etc. anbietet und für den Lim anscheinend auch Marketing übernimmt, stellt uns im ersten Stock einen netten Raum zur Verfügung.

Doch bevor das Orientierungsseminar beginnt, kaufen wir uns in einem von (Polizei bzw.) Securityguards bewachtem Laden SIM-Karten und  Prepaid Tarife. Da kann man nicht meckern. Der billigste Tarif hier im Vergleich zu meinem Vertrag in Deutschland: halb so teuer und mehr als das 20-fache an mobilen Daten…
Danach beginnt das Seminar mit einer klassischen Erwartungen-an-das-Jahr Einstiegsrunde. Da wir uns mit genau solchen Dingen schon im Vorbereitungsseminar in Berlin beschäftigt haben, sind die kleinen bananengefüllten Reisküchlein, mit denen wir versorgt werden, um einiges interessanter. Total lecker und teilweise sogar vegetarisch! Aber zum Essen ist noch ein ganzer Eintrag geplant, da müsst Ihr Euch noch ein wenig gedulden.

Vor und nach dem vorzüglichen Mittagessen nebenan bringt uns Lim die allerersten Basics der Sprache „Khmer“ bei. Ich bin natürlich total gespannt darauf, denn asiatische Sprachen sind ja nochmal etwas ganz anderes und zudem habe ich absolut keine Vorkenntnisse. Und ich werde wenig enttäuscht: Gerade die Aussprache bringt uns deutschen Zungen einige Schwierigkeiten. Trotzdem habe ich ungemein Spaß am ersten unkoordinierten Durcheinander der ersten kleinen „Khmer-class“. Anschließend liest uns ein sehr netter Student mit starkem Akzent eine PowerPoint Präsentation über die kambodschanische Geschichte vor. Da ich jedoch bereits das Meiste kenne und sich der Jetlag bemerkbar macht, habe ich Probleme zu folgen.

Trotz Müdigkeit raffe ich mich mit Tien nochmal zum Sport auf. Danach gibt es das letzte von Brot bezahlte Abendessen. So westlich und verhältnismäßig teuer werde ich in der nächsten Zeit hoffentlich nicht mehr essen. Trotzdem genieße ich die leckere Pizza mit kritischem Blick.


Erst später im Bett komme ich noch einmal ein wenig zur Ruhe. Ich schreibe über den Tag und lasse das Ganze Revü passieren. Alles geht  so schnell. Alles ist aufregend und anstrengend. Es gibt wenig Zeit sich darüber bewusst zu werden, wie man sich fühlt, was man da eigentlich alles erlebt. Ich merke einmal mehr, wie umwerfend ich Phnom Penh finde. Eigentlich ja nur eine Großstadt, die mich jedoch durch ihre ganz ungewohnte und authentische Art mehr und mehr packt. Ich überlege, wie bzw. ob ich diese Eindrücke überhaupt vernünftig nach Deutschland vermitteln kann, bis ich dann müde, aber neugierig und gespannt auf den nächsten Tag einschlafe.

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